Here are a few of my German Poems. Enjoy!


Nimm Zeit


Nimm Zeit die Knospen zu bewundern -

So kommst Du her.

Nimm Zeit die Wolken anzuschauen -

Himmlische Lehr’.

Nimm Zeit den Regen zu empfinden -

Du weinst doch auch.

Nimm Zeit die Sonne zu geniessen -

Des Windes Hauch.

Nimm Zeit den Frühling zu erwarten,

Und spiel’ im Sommergras!

Und wenn die welken Blätter,

Vom Schnee bedeckt,

Das Alte enden, und das Neue kommt -

Nimm Zeit für das.

  


Ich soll mich entscheiden?


Ich soll mich entscheiden?

Ach, bitte!

Ich bin nur ein Mensch.

Daher in der Mitte,

Zwischen dunkel und hell,

Langsam und schnell,

Gross und klein

Mit Ihm, allein (?).

Stark und schwach

Schlafend und wach,

Flach und rund,

Krank und gesund.

Wissen und wollen,

Möchten und sollen.

Unten und oben

Fluchen und loben.

Bitten und danken

Freiheit und Schranken

Vergessen, besinnen

Dem Aussen, dem Innen

Dem Guten, dem Schlechten,

Dem Falschen, dem Rechten.

Ein Gott noch nicht,

Such ich das Licht.

Erinnern, vergessen

Unendlich, gemessen,

Verzagen, streben

Sterben und leben.

Ich soll mich entscheiden?

Das möcht’ ich noch meiden.

Wenn die Wellen auch toben,

Ich lern’ über’s Oben

Ich krieg meine Richtung

Und find’ meinen Sinn -

überwindend die Mächte

Werd’ ich dann das Rechte.

Langnächtlich verborgen,

Belebt sich der Morgen

Und in duftenden, fröhlich unendlichen Heiden -

Muss ich mich dann

Niemals

Niemals mehr entscheiden.

  


Der Dichter


Beschränk’ micht nicht mit engen Regeln -

Gib mir ein Schiff mit vollen Segeln!

Und kommt der Wind von jeder Richtung

Benütz’ ich ihn für meine Dichtung.

Mein Ross hat Köpfe vorn und hinten.

Mit meiner Feder breit und schmal

Schreib’ ich mit Regenbogentinten

Und was du denkst ist mir egal!

  


Das Flämmchen


Flämmchen des Lebens -

So sanft und zart.

Wir sind belebt von deinen Strahlen.

Still und bescheiden.

  


Der Baum


Der Baum,

Ein ausgeglich’nes Meisterwerk

Von zarter Blüte zu des Astes Stärke

Steht er so ruhig

Doch gefüllt von strebender Bewegung

Belebt mit sich enthüllender verhüllter Regung

Strebt er nach unten und nach oben

Wo Wurzeln saugen

Frühlingsstürme toben.

Des Kindes Schaukel und des Vogels Nest ...

Er währt sich nicht, er lässt.

Aufrechter Stolz, bewusste Majestät

Die Himmel, Erd zusammennäht.

Der Wind streicht seine Blätter

Und es rauscht sein Lied

So unverändert

Hör’ ich es mein Leben lang -

Mein Wiegenlied, mein Grabessang.


Der Fluss


Es gibt die,

Die Kunst kennen,

Die, die Kunst machen,

Die, die sich Expert nennen,

Und über jene lachen.


Die ersten drücken keine Tasten

Und führen keinen Pinsel

Und künstlerisch wohnen sie

Auf einer faulen Insel.


Mit ihrer rednerischen Allgewalt

Geben sie Kunst die angenommene Gestalt.

Das ist so gut, - und das ist nicht

Sehen sie alles im selbstgemachten Licht.


Die and’ren atmen ein und aus

Und einfach fliesst die wahre Kunst heraus.

Sie sind wie Kinder, ihr Genie

Bezwingt man nie.


Wie ein Fluss

Fliesst’s in den Kopf hinein

Und dann vom Finger raus

Und lässt zum Glück

Ein bischen Kunst zurück.


Wenn auch Jahrtausende vergehen

Wird man es nie verstehen

Man gleicht sich an

Und löst sich auf

Und lässt dem Fluss den Lauf.


Wenn man ihn hindert

Wird Kunst vermindert.

Die, die ihn fassen

Werden verlassen.

Die, die ihn suchen

Finden ihn nie.

Die, die ihn haben

Sind ein Genie.

  


Erfreue Dich


Erfreue Dich der Stunde.

In einer and’ren Welt

Ist das ‘ne Ewigkeit

Die Gott zusammenhält.


Erfreue Dich der Rose.

Betracht’ sie nicht als Scherz

Und küsse sie,

Denn sie kennt Schmerz.


Erfreue Dich des Steines

Er lebt so lamgsam, ach!

Ein Tag für ihn

Fur uns ist tausendfach.


Erfreue Dich des Lachens

‘s ist so geschwind -

Kommt von immer,

Fliegt da hin .....

Du bist sein Kind.

  


Das Nüsschen


Hoch, am höchsten Zweig im Baum

Wiegt ein Nüsschen sich im Traum.

In der Sonne schaukelt’s munter

Wird es reif und fällt herunter.


Nimmt die Erde es gefangen

Muss im Dunkeln sich jetzt bangen

Bis die Hülse dann zerbricht

Und es strebt sich nach dem Licht.


Bricht hervor am Frühlingstag

Am gleichen Platz wo es einst lag.

Hat jetzt Wurzeln und kann streben,

Essen, wachsen, weiterleben.


Trinkend kühlen Frühligsregen

Strebt er froh der Sonn’ entgegen.

Hoch, am höchsten Zweig im Baum

Träumt ein Nüsschen sich im Traum.....


Die Kraft


Du suchst im Kampf dein grosses Glück

Ich zieh’ mich von der Welt zurück.

Sehnsucht drängt mich ins Ungewisse,

So such’ ich hinter der Kulisse

Die sanfte Kraft, die Wellen hebt,

Die Erde schüttelt, dass sie bebt.

Sie reisst den grössten Berg entzwei

Und gibt der Höhle Licht dabei.

Regiert in allem das sich rührt,

Das sich entwickelt, lebt und spürt.

Sie ist in dir wie auch in mir,

In Stein und Pflanze, jedem Tier.

Tanzt sich herum im Wellenschaum,

Und dirigiert den tiefsten Traum.

Sie macht die schärftsten Augen blind,

Ist frei und sorglos, wie ein Kind.

Wenn sie nicht wär, wärst du auch nicht,

Im Dunklen scheint ihr Zauberlicht.

In tiefen Hallen hör ich sie,

Wie eine inn’re Melodie:

Komm! Folg mir!

Sehe wie ich walte

Und alle Welt zusammenhalte.

Und wenn die Welt sich nicht mehr dreht ...

Die Kraft besteht ... besteht ... besteht.


Die Seifenblase


Mein Atem ist in ihr verhüllt

Sie ist mit ihm von mir erfüllt.

's macht ihm nichts

Er ist nicht beleidet

Vielfarbig ist er jetzt bekleidet


Unsichtbar, kann ich ihn jetzt sehen

Durch die Gestalt ihn auch verstehen.

So rund, so leicht, ein kurzes Leben

Vom Hauch, der Seife, mir -  gegeben.


Gestalt, Gefängnis - all das Selbe?

(Orange ohn' Rot...  's bleibt nur das Gelbe.)

Die Blase platzt - ihr Leben ist vorbei!

Dem Atem ist es ganz egal....

Er ist doch wieder frei.



Die Melodie


Mein Leben, eine Melodie

In Gotte's grosser Synfonie

Die anfing lang bevor der Zeit

Und aufhört in der Ewigkeit.



Warum?


Warum bin ich hier?

Wer stellt diese Frage?

Das Ich, welches sich im Spiegel sieht -

Und dieses ist auch nur ein Spiegelbild des wahren Ich's

Welches das Wort 'Warum' gar nicht versteht :)


Zeit

Wenn zwei sich vereinsten, dann gibt es keine Zeit mehr.